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Museum der Jurassischen Truppen

Unter dem Namen "Espace muséal des troupes jurassiennes" wird bis voraussichtlich 2020 eine neue Ausstellung im Museum von St. Imier aufgebaut. Es wird die bewegte Geschichte der Fusstruppen des Berner Juras zeigen. Dank dem grossen Engagement von Walter von Känel werden rund 29 Soldaten gezeigt: vorwiegend Infanteristen ab dem 15. Jahrhundert bis heute, die mit dem Gebiet des heutigen Kanton Juras verbunden sind.

Wir wurden damit beauftragt zusammen mit Andreas Laubacher, welcher als Projektleiter für die Figurenausstattung zuständig ist, die Uniformen und Accessoires für die Ausstellung vorzubereiten. Es sollen so viele originale Uniformteile wie möglich verwendet werden. Bei den älteren Darstellungen ist dies jedoch nicht möglich, sodass wir diese Figuren komplett reproduzieren. 

Auch wenn wir schon viele Replikate hergestellt haben, ist dieses Projekt in seinem Umfang für uns etwas Spezielles. Es wird besonderes Augenmerk auf Details, authentische Materialien und zeitgenössische Herstellungsarten gelegt. Neben der aufwendigen Recherche in zeitgenössischen Schriften und Zeichnungen ist auch die Herstellung der Kleider, Uniformen und Ausrüstungsgegenstände eine zeitintensive Angelegenheit. So werden die sichtbaren Nähte der Stücke bis Anfangs 20. Jahrhundert von Hand genäht, so wie dies auch früher der Fall war. Das Auftreiben von authentischen Stoffen, Leder, Knöpfen und sonstigen Kleinteilen ist eine spannende Aufgabe, da die Verarbeitungsweise der Materialien sich über die Jahrhunderte stark verändert haben. Dies erhöht den zeitlichen Aufwand massiv, ergibt jedoch ein stimmiges Bild einer früheren Zeit.

Wir möchten hier von Zeit zu Zeit einen Einblick in die Arbeiten geben.

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Ausrüstungsgegenstände

Neben kleinen Reparaturen und Änderungen an originalen Teilen jüngeren Datums haben wir wieder einige kleinere Rekonstruktionen angefertigt.

Feldflasche anfangs 19. Jahrhundert

Für den Berner Füsilier um 1816 haben wir eine Glasflasche mit Ziegenleder überzogen, damit sie an einer Kordel aufgehängt werden kann. Solche Flaschen waren damals weit verbreitet. Die Flasche ist nicht nach einer speziellen Vorlage ausgewählt worden, da sie persönlich angeschafft wurde. 

  • 01_Feldflasche
  • die eingenähte Flasche
  • 03_Feldflasche
  • 04_Feldflasche

Umbau Brotbeutel zur Handgranaten-Tasche

Als im zweiten Weltkrieg die Handgranaten mehr und mehr in Verwendung kamen, hat man durch den Umbau von Brotbeuteln der Kavallerie Ord. 1914 eine Tasche für 3 Handgranaten geschaffen. Diesen Umbau haben auch wir gemacht; durch die zwei angenähten Haken und Ösen entstehen drei Fächer.

  • 01_Umbau_Brotbeutel
  • 02_Umbau_Brotbeutel

Gasmaskentasche 1918

Diese Gasmaskentasche welche mit dem Blachenstoff-Tornister getragen wurde haben wir nach einem Original detailgetreu kopiert.
Die meisten Nähte der Tasche sind mit einer "französischen Naht" genäht. Bei dieser Doppelnaht werden die offenen Kanten durch eine zweite Naht eingenäht. Dies versäubert die Kanten und gibt der Tasche zusätzliche Festigkeit. Im Inneren der Stofftasche befindet sich eine Kartonschachtel zum Schutz der Gasmaske, an der wir gerade noch arbeiten.

  • 01_die_erste_Naht
  • 02_die_zweite_Naht

weitere Schuhe

Von allen Teilen sind wir mit den Schuhen am weitesten fortgeschritten. Hier zwei weitere handgefertigte Modelle für einen Musketier um 1640 sowie einen Soldaten um 1740.

  • 1_Schuh-1640
  • 2_Schuh-1740

Aufbau

In den letzten Tagen und Wochen haben wir uns vermehrt um die Positionen und den Aufbau der Figuren gekümmert. 

Bei den ersten Versuchen wurde deutlich, dass die Figuren mit dem ganzen Gepäck und der Bewaffnung mehr Platz brauchen als geplant. Nach regem Austausch mit den Architekten konnten wir nun - zusammen mit dem Team des Museums - für jede Figur den Platz bestimmen, den jede Figur bekommt. Da das Ausstellungskonzept nun auch szenisch festgelegt ist, können wir mit dem Aufstellen und Anziehen der Figuren fortfahren.
Die Mannequins werden in Position gebracht und durch Stahlbänder fixiert. So ist gewährleistet, dass die Figuren auch nach vielen Jahren noch in der gleichen Position sind, auch wenn das Gewicht der Ausrüstung darauf einwirkt. Schwere Objekte werden zusätzlich aufgehängt.
Als nächstes füllen wir die Lücken in den Gelenken der Beine mit Ethafoam und ziehen eine Strumpfhose darüber, die um den Oberkörper gespannt wird. Dies fixiert einerseits die Ethafoam-Teile und ergibt eine gleichmässige Oberfläche. Andererseits sind die Ausstellungsstücke so vor den Kanten der Stahlbänder geschützt.

  • 01_Uebergaenge_stopfen
  • 02_fixierte_Strumpfhose


Die Arme unserer flexiblen Figuren werden nach der Positionierung mit Folie umwickelt, so dass die Form einem Arm entspricht. Für die Schulterpartie werden Ethafoam-Stücke zugeschnitten, damit auch die Schultern natürlich aussehen und der Haltung entsprechen.

Damit die Figuren die Waffen und sonstige Objekte natürlich in der Hand halten, werden die Hände geformt. Dazu werden die Kunststoff-Hände erhitzt und in Position gebogen.

  • 01_Hand_um_Form
  • 02_gestreckter_Zeigefinger
  • 03_Hand_am_Gewehr
  • 04_fertige_Handpositionen

Französischer Soldat um 1812

1793 bis 1815 war der Jura Teil von Frankreich. Diese Zeit wird durch einen französischen Linieninfanterist des 61. Regiments um 1812 dargestellt. Die Uniform und Ausrüstung haben wir in enger Zusammenarbeit in Frankreich bei Experten für französische Uniformen herstellen lassen. Einerseits konnten wir uns so auf die zahlreichen anderen Uniformen konzentrieren. Andererseits unterscheidet sich so die Uniform durch die Verwendung anderer Materialien und Techniken von den restlichen.

Das erste Bild zeigt einige der fixierten Figuren. Das zweite und dritte Bild zeigen den Franzosen mit dem Gewehr sowie mit der Uniform, jedoch noch ohne linken Arm und ohne Ausrüstung. Auf dem nächsten Bild ist das Loch zu sehen, welches wir leider in jeweils einen Schuh bohren müssen, damit die Figur am Boden fixiert werden kann.

  • 01_Figuren
  • 02_Figur_mit_Gewehr
  • 03_Figur_mit_Uniform
  • 04_Schuh_mit_Loch

Altes und Neues

Der Uniformteil im entstehenden Museum umfasst mittlerweile 28 Figuren. Die neueren Uniformen sind so gut wie vollständig angeliefert, so dass wir mit dem Aufbau begonnen haben. Auf dem ersten Bild ist beispielsweise die komplette Ausstattung für einen Füsilier um das Jahr 1995 bereit - nur das Sturmgewehr fehlt noch. Auf dem zweiten Bild sind die grössten Teile der Ausrüstung auf der Puppe zu sehen - ebenfalls noch ohne das richtige Sturmgewehr. Mit dieser Aufstellung kann gemessen werden, wie viel Platz die Figur einnimmt.

  • 1995_Fusilier
  • 2_1995_Test

Mantelrolle

Im 19. und 20. Jahrhundert wurde der relativ grosse Mantel bei Nichtbenützung auf den Tornister geschnallt. Oft wurde er dafür auf die eine oder ander Art gerollt und so aufgeschnallt. Es gab jedoch auch Mantelsäcke aus Leinen, welche den Mantel schützten. Die noch elegantere Variante war die Mantelrolle. Sie musste im Kanton Bern (zu welchem der Jura damals gehörte) privat beschaffen werden. Wir haben für die Figuren 1852 und 1861 solche damals in der Schweiz weit verbreiteten Mantelrollen kopiert. Dabei war es gar nicht so einfach ein Original zu finden. Nachdem dies jedoch gelungen ist, haben wir uns an die Arbeit gemacht. 

Die Rolle an sich besteht aus einem zum Rohr gelöteten Weissblech (verzinntes Eisen). Auf beiden Seiten davon kommt eine Holzscheibe mit einer Nut, damit die Scheibe in der Röhre einrastet. Die Scheiben wurden mit einem Stück Uniformtuch beklebt, auf welchem analog zum Rockschoss das Abzeichen der jeweiligen Truppe aufgenäht war. Wir haben hier alle Details so nahe wie möglich an den Originalen verarbeitet, so dass auch der Stern mit naturbelassenem Leinenfaden angenäht ist. Darüber kommt einen blau gestreifter Leinenstoff, welcher auf beiden Seiten mit einer handgedrehten Leinenkordel zusammen gezogen wird, damit das Ganze zusammen hält.

  • 1_Seitenteile_Mantelrolle
  • 2_Mantelrolle_Einzelteile
  • 3_Mantelrolle

Tunika um 1350

Wir haben ein kurzes Video aufgenommen, welches die Entstehung einer Tunika um 1350 zeigt. Sie ist aus naturbrauner und -weisser Wolle hergestellt und wir von der frühsten Figur getragen. Hier ist die Verarbeitungsweise welche für dieses Projekt gewählt wurde gut zu sehen; die Nähte welche von aussen sichtbar sind, werden mit Leinenfaden von Hand genäht. Nähte bei denen der Stich von aussen nicht sichtbar ist, werden mit der Maschine genäht. Dies ist ein beliebter Kompromiss um einerseits Zeit zu sparen, andererseits das Aussehen möglichst authentisch zu belassen. Wo heute ein Steppstich die Naht flach hält oder die Kanten mit der Overlockmaschine fixiert werden, wird dies hier von Hand gemacht. Dies ist von aussen nur durch kleine Punkte sichtbar.

sonstiges

Für die einen Krieger um das Jahr 1550 sind als erstes die Schuhe fertig geworden. In der Renaissance-Epoche war die Mode auffällige und ausladend, so auch die sogenannten Kuhmaulschuhe, welche auf dem ersten Bild zu sehen sind.

Die nächsten Bilder zeigen einen Berner Füsilier um 1816. Der Uniformfrack und die Hosen sind nun fertig, so dass wir die dazugehörige Ausrüstung zusammenstellen können. Hier geht es wiederum darum, den Platzbedarf zu messen, die Figur ist noch ohne Arme und nicht fertig eingerichtet. Der Füsilier trägt eine Patronentasche mit Bandelier, daran das Bajonett. Auf dem Tornister ist der Mantel aufgeschnallt.

  • 1_1550_Kuhmaulschuhe
  • 2_1816_Berner
  • 3_1816_Berner
  • 4_1816_Berner

Trotz Hitze geht es weiter

Nach unseren Betriebsferien geht es wieder weiter mit der Produktion. 

  • 01_Gugel_um_1350
  • 02_Lederkoller_um_1640
  • 03_Lederkoller_um_1640
  • 04_Testschnitt_Hose_1861
  • 06_1350_Wendeschuhe
  • 07_Blankwaffen
  • 08_1640_Hut

Für die früheste Figur um 1350 haben wir eine Gugel angefertigt. Der lange Zipfel wird bei unserer Figur um den Hals gelegt.

Die Figur des Musketiers um 1640 kriegt einen Koller aus Leder, auf Englisch "Buffcoat" genannt - auf Deutsch etwa Büffelmantel. Auch hier sind wir vom Rindsleder auf das Hirschleder ausgewichen, da Rindsleder heute nicht mehr trangegerbt zu bekommen ist. Solche Koller gab es jedoch auch früher schon aus Hirsch- oder Elchleder, wenn auch nicht so häufig.
Zu sehen ist hier die Verarbeitung des oberen Teils mit einer sogenannten Stossnaht. 

Passend zum Uniform-Rock der Ordonnanz 1861 haben wir eine Hose gefertigt. Hier war es gar nicht so einfach, den passenden Schnitt zu finden. 1861 wurden lediglich Abänderungen zum Reglement von 1852 festgehalten. Die Hose soll aus graublauem Tuch sein, weit und mit Schlitz statt wie bisher mit breitem Hosenlatz. Da Hosen zu dieser Zeit auch nach dem Militärdienst getragen wurden so lange es ging, sind diese heute sehr rar. So haben wir den Schnitt aus einer originalen Offizershose, Bildern von Soldaten und Massen aus französischen Reglementen zusammengestellt. Zu sehen ist ein erster Test in einem grauen Stoff. Dieser Schnitt wird noch etwas angepasst und dann im graublauen Stoff hergestellt.

Ebenfalls für die Figur um 1350 sind diese handgefertigten Schuhe. Es sind sogenannte Wendeschuhe, da sie verkehrt herum genäht und dann umgestülpt werden.

Beim Waffenschmied sind die ersten Blankwaffen fertig geworden: In der Mitte das Anderthalbhänder-Schwert für einen Schweizer Spiesser um 1550. Die Schweizer Reisläufer - nicht zu verwechseln mit den deutschen Landsknechten - werden oft mit geschwungener Parierstange abgebildet, wie sie auch hier zu sehen ist, während der auch damals auch weitverbreitete Katzbalger ein "S" bildet. 
Links davon ist ein sogenanntes Schweizermesser zu sehen, eine Art kurzes Schwert welches typisch für die Schweizer im 15. Jahrhundert war. Auf der rechten Seite eine frühe Variante des Schweizerdolches mit Messer und Pfriem welche in die Scheide gesteckt werden.

Passend zum Lederkoller trägt die Figur 1640 einen hohen Hut. Damit die Form möglichst Nahe an die wenigen verbliebenen Originale und Gemälde kommt, haben wir eine neue Hutform erstellt. Diese haben wir digital entworfen und 3D gedruckt. Dies war ein Test, da die Form während dem Überziehen des Filzstumpens viel Hitze und Dampf aushalten muss. Es hat jedoch hervorragend geklappt. Hier ist der blanke Hut sowie die Hutform zu sehen.

Neue Einzelteile

Einige Accessoires lassen wir bei unseren langjährigen Partner, aber auch bei Firmen auf die wir frisch gestossen sind, herstellen. Nach und nach treffen so neue Stücke ein. Sie sind nach genauen Vorgaben für uns produziert worden, und wurde grösstenteils von Hand hergestellt.

Die neusten Stücke:

  • ein Schuh aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Der Rechte und der Linke Schuh sind identisch. Auf die Ergonomie der Füsse wurde erst später Rücksicht genommen. Dieser Schuh wird von unserem Soldaten der Ordonnanz 1852 getragen, ein weiteres Paar mit Nägeln beschlagen wird den Soldaten 1861 zieren.
  • ein Schuh mit Schuhschnallen aus dem 18. Jahrhundert. Hier die elegantere Ausführung mit der glatten Seite des Leders nach aussen. Drei weitere Paare sind mit der rauen Seite nach aussen.
  • ein französischer Soldatensäbel aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Schuss- und Stichwaffen wurden damals oft aus Frankreich bezogen, da sich dort grosse Manufakturen befanden.
  • Bajonette mit Scheiden aus dem 18. Jahrhundert
  • Eine 2.4 Meter lange Halbarte aus dem 15. Jahrhundert
  • Ein einfacher Beutel, auch Schnappsack genannt, wie sie im 17. Jahrhundert sehr verbreitet waren

Daneben sind wir auch noch mit der Aufarbeitung von Originalmaterial beschäftigt. Hier mal ein paar Knöpfe ersetzen, dort einen Lederriemen erneuern.

  • 1_Schuhe_1850
  • 2_Schuhe_1760er
  • 3_Degen
  • 4_Bajonette
  • 5_Hellebarde_Murten
  • 6_Schnappsack

Kopfbedeckungen

Auch fertig geworden ist der Tschako für den Berner 1816. Im Vergleich zum späteren Modell ist der Pompon einfarbig, zudem gibt es Variationen beim Schild und den Schuppenbändern.
Als nächstes wird ein Tschako 1852, der sogenannte Zigerstock, reproduziert. Den Schild haben wir bereits schon geformt und mit schwarzem Schellack mehrfach gestrichen. Dadurch erhält er die nötige Stabilität. Die Unterseite wurde grün gestrichen.

  • 1_Berner_Tschako_1816
  • 2_Tschakoschild_1852
  • 3_Tschakoschild_1852
  • 4_1852_Schild_gruen


Gamaschen 1852

Im Gegensatz zu den bereits schon hergestellten Gamaschen sind die tuchenen "Kamaschen" der ersten eidgenössischen Armee im Reglement 1852 etwas detaillierter beschrieben. Sie haben einen breiten ledernen Steg und je drei sogenannte "Schlick". Mittels dieser Lederriemchen kann die Gamasche im oberen Bereich weiter gemacht werden, um sie über der Hose zu tragen. Da wir auch nach längerer Suche kein dem Reglement entsprechendes Original mehr gefunden haben, haben wir uns so nah wie möglich ans Reglement gehalten. Ob und wieviele solche der Ordonnanz entsprechende Gamaschen getragen wurden ist unklar.

  • 1852_Gamaschen
  • 1852_Gamaschen_Detail

Alles neu macht der Mai

Langsam wächst das Lager an Kleinteilen, welche fertiggestellt und bereit für das Museum sind. Daneben sind auch ein paar grössere Stücke vorangeschritten, die wir hier gerne zeigen.

Die ersten Bilder zeigen die Hose eines Musketiers um 1640. Sie ist nach einem Schnitt aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts und mit viel Handarbeit hergestellt worden - diese ist vor allem auf dem ersten Bild sichtbar. Da über Europa verteilt noch ein paar ähnliche Hosen vorhanden sind und einige davon gut dokumentiert sind, konnte auch die Verarbeitung originalgetreu kopiert werden.

Danach ist der Frack eines Berner Füsiliers nach dem Reglement von 1804 zu sehen. Die Uniform ist hier noch in Anprobe. Die Teile sind nur grob zusammengenäht und ohne Futter, damit Änderungen leicht möglich sind.

Als letztes ist der Waffenrock eines Füsiliers 1861 zu sehen - ebenfalls zur Anprobe.

  • 01_Hose_1640
  • 02_Hose_1640
  • 03_Hose_1640
  • 04_Hose_1640
  • 05_Frack_1818_Bern_Probe
  • 06_Frack_1818_Bern_Probe
  • 07_Waffenrock_1861_Probe

 

Tornister 1852

Mit dem Versuch, die Uniformen der jungen Schweizerischen Armee zu vereinheitlichen, wurde 1852 auch der Tornister festgelegt. Im "Reglement über die Bekleidung, Bewaffnung und Ausrüstung des Bundesheeres" wurde der Tornister detailliert beschrieben. Da es von diesen Tornistern im Originalzustand nur noch eine handvoll gibt, haben wir eine Kopie gefertigt.

Das erste Bild zeigt eines der beiden Kalbsfelle welche dafür verwendet wurden. Auf dem zweiten und dritten Bild ist die Entstehung der verzinnten Schnallen zu sehen. Als Leder für die Riemen wurde hier wiederum sämisch gegerbtes Hirschleder verwendet. Früher wurde dafür sämisch gegerbtes Rindsleder verwendet. Dafür konnten wir leider auch nach langer Suche keinen Lieferanten mehr finden. Das Hirschleder kommt jedoch optisch sehr nahe an das Original, erst recht nachdem es geweisselt wurde. Das vierte Bild zeigt den flach ausgelegten Tornister. Er wird nun mit Holz verstärkt, mit Ziegenleder eingefasst und zusammengenäht.

Die vier letzten Bilder zeigen den fertigen Tornister, inkl. Kaput- und Packriemen. Sämtliche Riemen werden noch geweisselt.

  • 1_Kalbsfell
  • 2_Schnalle_gehaemmert
  • 3_Hirschleder_Riemen_mit_Zinnschnalle
  • 4_Tornister_1852_fast_fertig
  • 5_1852_Tornister
  • 6_1852_Tornister
  • 7_1852_Tornister
  • 8_1852_Tornister

Als nächstes werden wir nun das Nachfolgemodell - den Tornister 1861 anfertigen. Er ist identisch aufgebaut, allerdings mit schwarzem Rinds- und Ziegenleder.

Berner Tschako 1829

Nun ist ein weiteres Prachtstück fertig geworden: Der Tschako des Berner Füsiliers nach Vorschrift von 1829.

Hier einige Bilder aus der Produktion - vom Filztubus bis zum fertigen Tschako.

  • 1_der_Tubus_wird_geformt
  • 2_der_Lederdeckel
  • 3_blanker_Tschako
  • 4_1829_Tschako_Bern
  • 5_1829_Tschako_Bern

Für die Figur eines Musketiers um 1640 haben wir ein paar genähte Stoffstrümpfe hergestellt. Diese waren damals günstiger als gestrickte Strümpfe, und daher entsprechend verbreitet. Der Wollstoff ist krappgefärbt und die Strümpfe sind von Hand genäht.

  • 1_krappgefaerbte_Wolle
  • 2_ausgeschnittene_Strumpfteile
  • 3_handgenaehter_Strumpf_18_Jahrhundert

 

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